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Daniel Ziebig zu Kaninchenfell

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Hof Butenland – Der Hof, auf dem jedes Tier seine eigene Geschichte hat

Jedes Tier hat seine eigene Geschichte! Es ist also mit Sicherheit kein Hof, auf dem Tiere Nummern haben und leben, um als Würstchen, Schnitzel oder Burger zu enden.
Oh, und auch nicht als Glas Milch oder als Käse auf einem Brot. Wenn du auf Hof Butenland Urlaub machen würdest, wären es also keine Ferien auf dem Bauernhof. Was ist es dann?

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Copyright Akura Lintzen

Ein Kuhaltersheim und Gnadenhof!

So was schon mal gehört?
Auf Hof Butenland werden keine Kühe gemolken und keine Pferde geritten. Das Ziel auf Hof Butenland ist es, die dort lebenden Tiere zu schützen und zukünftig weitere Tiere zu retten, um ihnen ein Leben nach ihren eigenen Bedürfnissen zu ermöglichen.
Eigene Bedürfnisse?
Das bedeutet ungefähr, dass Tiere nicht auf die Welt kommen um praktisch, quadratisch und einfach als Lebensmittel genutzt zu werden.

Auf Hof Butenland möchten Jan und Karin, die Gründer der Tierschutz Stiftung Hof Butenland zeigen, dass Tiere keine Produkte oder Waren sind, sondern intelligente, denkende, fühlende und vor allem absolut liebenswerte Lebewesen.
Alle Tiere auf Hof Butenland wurden entweder vor dem Verhungern, einem qualvollen Tod durch nicht behandelte Krankheiten oder dem Schlachthof gerettet.
Sie leben und bewegen sich so frei wie möglich auf dem Hof, vertragen sich prima miteinander und werden liebevoll verwöhnt.

Weißt du noch nicht was du dir zum Geburtstag wünschen sollst? Oder hat deine Tante schon alles, aber noch keine Kuhpatenschaft?
Alle tierischen Butenländer wünschen sich einen Paten!
Mit einer Patenschaft unterstützt man die Kosten für Essen und Tierarzt für ein bestimmtes Tier. Urlaub machen kannst du natürlich auch mit deinen Eltern auf Hof Butenland.

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Copyright Marcel Jendro

Die Bewohner von Hof Butenland

• 29 Kühe
• 3 Pferde
• 80 Hühner inkl. 4 Hähne
• 2 Schweine
• 4 Gänse
• 4 Enten
• 7 Katzen
• 4 Hunde
• 4 Kaninchen
• Jan Gerdes & Karin Mück

Einige der tierischen Butenland-Bewohner stellen wir dir hier vor:

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Copyright Karin Mück

Die Hühner

Als erstes darfst du die Elviras und Bärbels kennen lernen. Die braunen Hühner heißen Elvira und die weißen sind die Bärbels.
Die mittlerweile über 80 Hühner auf Hof Butenland sind echte Glückshühner, denn sie erleben hier wirklich “Frei-Land-Haltung” - für die meisten von ihnen eine völlig neue Erfahrung.
Unter ihnen sind etliche Ex-Käfighühner, die völlig zerrupft und unglücklich waren. Sie brauchten viele Wochen, um sich an Tageslicht, Wiesen, einen kuscheligen Stall und die Freiheit zu gewöhnen.

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Copyright Karin Mück

Ein kurzer Blick auf die Fotos sagt dir alles. Nur soviel: Ja, es handelt sich um die gleichen Hühner und zwischen den Fotos liegen nur wenige Wochen.


Die Elviras sind streng auf „lebendige Eierproduktionsmaschine“ getrimmte Ex-Käfighühner mit verätzten Schnäbeln. Schnäbel werden allen Hühnern in Käfig- und Bodenhaltung verätzt. Nach wie vor legen die Elviras auf Butenland jeden Tag ein Ei, das ist ihnen so angezüchtet.
Das angezüchtete tägliche Eierlegen wirkt sich extrem auf die Lebenserwartung aus, sie werden dadurch maximal 2 Jahre alt.
(Überleg mal, wie oft Vögel normalerweise Eier legen?)
Auf Hof Butenland wird ihnen die verbleibende Zeit so schön wie möglich gemacht.

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Copyright Karin Mück

Die Pferde

Einer für alle und alle für einen...
Auch wenn jedes Pferd auf Hof Butenland seine eigene, oft traurige Vorgeschichte und seinen eigenen Charakter hat, so gilt in der Pferde-Herde immer der Grundsatz: Einer für alle und alle für einen.

Kaspar’s Geschichte:
Kaspar wurde viel zu jung einem Züchter abgekauft. Sozusagen mutterlos und alleine, stand er in einer engen Box. Der Besitzer wartete darauf, dass Kaspar groß genug wurde, um für den Rest seines Lebens kreischende Kinder im Kreis herumtragen zu können. Kaspar hat Glück gehabt, er wurde von Karin und Jan frei gekauft.

Noch immer hat er an den Folgen zu knabbern, die ihm widerfahren sind. Völlig verkrampft und panisch trat er anfangs sofort die Flucht an, oder schlug bei jedem Geräusch und jeder Annährung aus. Kaspar wusste sich einfach nicht anders zu helfen, als durch Tritte und Bisse.
Es dauerte fast ein Jahr, bis Karin und Jan ihn berühren durften und sich Kaspar halftern, striegeln und führen lies. Es ist toll, dass Kaspar in den anderen beiden Pferden Loriot und Nicolina Freunde und Beschützer gefunden hat. Die Drei sind unzertrennlich.

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Copyright Karin Mück

Die Gänse

Gänse als drahtlose Alarmanlage?
Ja logisch, zumindest auf Hof Butenland!

Alle vier Gänse auf Hof Butenland haben ein untrügliches Gespür und ein absolut scharfes Auge für ungewöhnliche, verdächtige Vorgänge auf und um den Hof.

Franz und Franziska
Der Leidensweg und das Happy End dieses alten Gänseehepaars ist filmreif. Franz und Franziska lebten auf einem Hof, auf dem sie verwahrlosten. Näheres will man lieber nicht beschreiben.
Das Veterinäramt beschlagnahmte alle Tiere, um dem Horror ein Ende zu machen. Die nächste Station war eine Wildtierauffangstation, die aber irgendwann den Platz für neue Tiere brauchte. So kamen also Franz und Franziska nach Butenland. Die beiden sind schwierig zu beschreiben, weil sie so gut wie möglich jeglichen menschlichen Kontakt vermeiden und ihre Zweisamkeit genießen. Die älteren Herrschaften haben so ihre Gewohnheiten. Sie sind damit zufrieden, sich gegenseitig zu haben und als absolut eingespieltes Team mit festen Ritualen durch ihr Leben zu gehen.

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Copyright Karin Mück

Die Kühe im Kuhaltersheim?

Wenn du an eine Kuh denkst, stellst du dir sicherlich eine Kuh mit großem Euter und ohne Hörner vor. Aber wusstest du, dass alle Kühe Hörner haben und nur ein großes Euter, wenn sie ein Baby zur Welt gebracht haben, das sie stillen?
Auf Hof Butenland fällt sofort auf, dass die Kühe nicht, wie unser übliches Bild von einer Kuh aus dem Werbefernsehen, aussehen.
Viele Kühe haben Hörner und kein sichtbares Euter.

Die Gruppe von Rindern sind ihrem Schlachthof-Schicksal entronnen. Mal grasen sie, oder liegen in der Sonne, mal kommen sie auf eine Stippvisite auf den Hof, oder verkrümeln sich im warmen Stall. Unter ihnen sind drei kastrierte Jungs. Die anderen “Jungs” sind allesamt Mädels.

Es gibt „Fleisch“- und „Milch“-Rinder. Die „Fleisch“-Rinder werden ausschließlich zur Welt gebracht, um sie nach der Mästung zu töten. Die Mästung „dauert“ in der Regel nur Wochen, maximal acht Monate.
Die „Milch“-Rinder werden nach jahrelangem ‚Milchgeben‘ ebenfalls regelmäßig getötet. Kühe, die eigentlich bis zu dreißig Jahre alt werden können, werden schon im kleinkindlichen Alter von ca. zwei Jahren „befruchtet“. Damit eine Kuh nicht nur vorübergehend, sondern ständig Milch „geben“ kann, wird sie einmal im Jahr neu künstlich schwanger gemacht.

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Copyright Karin Mück

Wenn das Kuhkind ein Kalb zur Welt gebracht hat, wird es ihr in der Regel sofort und in seltenen Ausnahmen spätestens vierzehn Tage danach weggenommen. Die lauten, eindringlichen Schreie der Mutter nach dem Kalb werden vom Menschen überhört.
So erging es Frieda:
Frieda musste 6 Jahre in einem „Milchvieh“ Betrieb Milch geben.
Ihre Milchleistung fiel jedoch zu „gering“ aus, so dass Frieda als „Gebärmaschine“ diente. Doch nach dem dritten Kalb, welches Frieda nie sehen durfte, wurde Frieda sehr krank von der Dauerschwangerschaft. Die Ärmste konnte lange Zeit weder stehen, noch laufen vor Schmerzen und vor Erschöpfung. Bevor sie geschlachtet werden sollte, konnte man sie retten und ins Kuhaltersheim bringen. Dennoch ist Frieda die traurigste von allen, da die Vergangenheit sie sehr leiden lässt.

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Copyright Karin Mück

Ganz anders ist die Geschichte von Christine und Trine:
Christine bekam im Kuhaltersheim ein Kälbchen: Trine. Der Vater von Trine ist leider unbekannt. Es kann also durchaus Bullen-Jonny-Depp des Nachbarbauerns gewesen sein. Christine blühte förmlich auf in ihrer neuen Rolle als treusorgende Mutter. Sie genoss die Zuwendungen der Menschen, die Aufmerksamkeit der Herde und vor allem ihr Mutterglück in vollen Zügen. Alles drehte sich um sie, ihr Kalb war das schönste von allen. Ohne ihre Tochter ist Christine selten zu sehen.
Die Horrorgeschichten über Rinder, die als Milchmaschinen, oder Fleischlieferanten herhalten müssen, kennt Trine nur aus Erzählungen. Keine Funktion zu erfüllen und frei zu sein ist für sie ganz natürlich.
Als Kälbchen tobte und spielte sie den ganzen Tag und fordert frech und übermütig jeden heraus. Obwohl Trine heute erwachsen ist, ist sie immer noch ein absolutes Mama-Kind. 3 Jahre lang trank sie Milch bei Mama, die beiden sind unzertrennlich und stets zusammen anzutreffen.
Wie du merkst, sind Christine und Trine das extreme Gegenbeispiel zu Frieda – so, wie es eigentlich sein soll…